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1.Preis

Verfasser

Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH
Arthur Numrich, Tiemo Klumpp, Grant Kelly
Stromstraße 3
10555 Berlin


Mitarbeiter/in der Verfasser/in:
Matthias Gall, Lennart Beckebanze

 

Fachplaner:
Fachrichtung: Freianlagenplanung
KuBuS Freiraumplanung GmbH & Co. KG
Rudolf Kaufmann
Dieffenbachstraße 37
10967 Berlin

 

Mitarbeiter/in der Verfasser/in:
Maria Pegelow

 

Sonderfachleute:
KMG Ingenieurgesellschaft mbH – Technische Gebäudeausrüstung
Heiko Zimpel

 

Leitidee

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts

Durch eine kompakte Gebäudeform, die im Endausbau zwei gut proportionierte in sich verschränkende  Blöcke mit je einem Atrium bilden, gelingt es der Arbeit einen neuen städtebaulichen Ansatz in das bestehende ehemalige Kasernengelände einzubringen. Durch die Positionierung der Volumen entstehen einladende Eingangsbereiche, die folgerichtig den Haupteingang der Hans-Scholl-Straße und die Anlieferung der Friedrich-Kramer-Straße zuordnen. Die architektonische Anmutung der Fassade aus hellem Mauerwerk und eingefärbten Sichtbeton wird als angenehm und passend für die Aufgabe Jugend –und Sozialamt angesehen. Die Fassaden halten eine gute Balance zwischen transparenten und opaken Flächen  und lassen die geforderten Bürogrößen zu.

Die Fenstergrößen führen zu hellen Räumen, sollten aber zu Reinigungszwecken öffenbar sein.

Die Grundrisse sind klar und gut zoniert. Geschickt verbindet das Foyer die beiden Bauabschnitte und Versammlungsräume. Beim Versammlungssaal ist die Möglichkeit der autarken Nutzung nicht nachvollziehbar. Hervorgehoben wird, dass die Funktionen nicht nur erfüllt sind, sondern dieses auch zu schönen Innenräumen mit integrierten Wartezonen und Ausblicken führt, ebenso das ausreichend unterirdische Flächen für das Archiv vorgesehen sind und sich dieses im 2.BA nahtlos fortsetzen könnte.  Die räumliche Verknüpfung des Foyers im ersten und zweiten Bauabschnitt wird als positiv gesehen.

Die Materialien des Gebäudes sind robust und langlebig, Flächen und Kubatur liegen ebenso im wirtschaftlichen Bereich. Die dargestellten energetischen Entwurfsansätze lassen eine sinnvolle nachhaltige Umsetzung erkennen, die geringen Energiebedarf und Kosten im Gebäudebetrieb erwarten lassen.

Zusammenfassend lässt die Arbeit einen maßstäblichen und angemessenen Entwurf erwarten, der flexibel auf zukünftige Änderungen reagieren kann, gut proportionierte städtebauliche Räume bildet und in seiner Gestaltung und Anmutung einen sehr gelungenen Beitrag zum Behördenzentrum Homberg bildet.