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2.Preis

Verfasser

MEURER GENERALPLANER GmbH
Prof. Dipl.-Ing. Thomas Meurer Architekt + Stadtplaner
Dipl.-Ing. Kristina Meurer, Architektin
Burgstraße 5
60316 Frankfurt am Main


Mitarbeiter/in der Verfasser/in:

Fabian Fortmeier, cand. M. eng. Architektur,
Marco Fitzthum, M.A. Architektur

 

Sonderfachleute:
Visualisierung: Sigrid Lippert, Frankfurt am Main
Modellbau: GBM, Darmstadt

 

Leitidee

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts

Bei Übernahme der vorhandenen Stellung der Baulichkeiten wird mit einer atriumartigen Blockbebauung zugleich eine neue Bautypologie vorgeschlagen, die sich jedoch im Rahmen des 1. Bauabschnitts als auch bei Vollendung durch den 2. Bauabschnitt gut in die Umgebung einfügt. Hierbei ist vor allem die Haupterschließung von der Hans-Scholl-Straße als auch die Andienung von der Friedrich-Kramer-Straße gut gelöst. Besonders im baulichen Zusammenhang mit dem 2. Bauabschnitt ergibt sich mit dem gemeinsamen Eingang eine neue Mitte für die Kreisverwaltung.

Die architektonische Gestaltung bleibt ruhig und ist der Bauaufgabe angemessen, wobei die Materialität der Fassade in Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten noch fein abzustimmen wäre. Dabei ist die funktional begründete, jedoch insgesamt überlang auskragende Eingangssituation konstruktiv zu überarbeiten.
Das Raumprogramm ist in seinen wesentlichen Teilen erfüllt. Die Raumzuordnung und Lage der Nutzungsbereiche entsprechen den Vorgaben. Allerdings ist der prinzipiell richtig angeordnete Versammlungsraum nicht ohne weiteres separat von den anderen Bereichen nutzbar. Darüber hinaus entsprechen die notwendigen Treppenhäuser nicht den Anforderungen (fehlender direkter Ausgang ins Freie). Der Aufzug ist zu knapp dimensioniert.

Besonders gut gelungen erscheint bei Realisierung des 2. Bauabschnitts die gemeinsame Eingangssituation mit dem großzügig vorgelagerten Begegnungsraum, auch wenn dies im 1. Bauabschnitt nicht völlig überzeugt. Wohltuend erscheint auch in diesem Zusammenhang die Öffnung zum Innenhof.

Die langen Flure im östlichen Trakt könnten etwas Auflockerung mit Sichtkontakt nach außen vertragen; beim Einbund im westlichen Trakt ist dies gut gelöst.
Die vorgeschlagene Stahlbetonkonstruktion mit zweischaliger vorgehängter Klinkerfassade, massiver Brüstung und Dreifachverglasung erfüllt die heutigen Standards. In diesem baulichen Zusammenhang erscheint das Energiekonzept schlüssig.

Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit liegt der Entwurf bei den relevanten Daten im mittleren Bereich. Das A/V-Verhältnis ist besonders günstig. Insgesamt sind hierdurch eine wirtschaftliche Realisierung und Betrieb zu erwarten.

Insgesamt stellt die Arbeit einen gelungenen Beitrag dar, der sich trotz hoher Eigenständigkeit gelungen in sein Umfeld einfügt. Mit seinem lichten, zum Vorplatz geöffneten Innenhof und der großzügigen Eingangssituation (vor allem nach Vollendung durch den zweiten Bauabschnitt) signalisiert er eine offene Verwaltung, die seine Besucher willkommen heißt.