Back

Anerkennung

Verfasser

Puppendahlarchitektur
Dipl.-Ing. Marius Puppendahl
Albert-Schweitzer-Straße 1
59399 Olfen


Mitarbeiter/in der Verfasser/in:
Christian Vennemann, Dipl.-Ing. Arch., Jana Friedrich, M. Sc. Arch., Kira Gondrum, B. A. Arch., Joana Nogueira, M. Sc. Arch.

 

Leitidee

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts

Das Aufnehmen der vorhandenen Zeilenstruktur und deren Weiterentwicklung in den Neubau sind nachvollziehbar und richtig. Die Eingangssituation im ersten Bauabschnitt ist deutlich zu erkennen und dient einer eindeutigen Adressbildung. Die Weiterentwicklung der Zeilenstruktur in den zweiten Bauabschnitt ist konsequent, führt allerdings zu deutlichen Schwächen für die Struktur des Stadtraumes und die Auffindbarkeit der jeweiligen Gebäudeteile.

Die Fassade aus der Bandstruktur zu entwickeln erscheint logisch. Die Ausformulierung zeigt jedoch deutliche Schwächen sowohl in der Erscheinung als auch in der vorgeschlagenen Konstruktion. Die Räume und die Haupterschließung bekommen durch den hohen Glasanteil der Fassade eine lichte Anmutung und versprechen einen hohen Tageslichtanteil der Arbeitsplätze. Ein erhöhter Reinigungsaufwand wird zusätzlich noch durch die vorgelagerten Balkone notwendig. Schade ist, dass die Flurbereiche nicht von dem hohen Tageslichtanteil profitieren.

Das Raumprogramm weist einen hohen Nutzflächenanteil bei vergleichsweise geringer Verkehrsfläche auf. Die Orientierung im ersten Bauabschnitt ist klar und eindeutig. Der Veranstaltungsraum ist sinnvoll und einfach autark zu nutzen. Die Entfluchtung der Stichflure ist nicht gelöst und stellt einen erheblichen funktionalen Mangel dar, der planerisch nur schwer in eine Überarbeitung zu integrieren wäre.

Die Angaben zum energetischen Konzept bleiben allgemein und oberflächlich.

Die Grundkonstruktion des Gebäudes erscheint nachvollziehbar. Der vorgeschlagene horizontale Sonnenschutz ist beschrieben; in der Darstellung erscheint dieser jedoch als nicht ausreichend und nicht praktikabel.

Die Lebenszykluskosten sind durch den hohen Glasanteil und die vorgestellten Balkone im Vergleich im hohen Bereich. Der Pflegeaufwand erscheint in Bezug zum Nutzen enorm. Die der Witterung ausgesetzten Sonnenschutzelemente lassen ebenfalls einen hohen Wartungsaufwand erwarten.

Die Arbeit stellt durch die Typologie der Zeilenstruktur einen interessanten Beitrag dar. Der erste Bauabschnitt stellt jedoch funktionale als auch wirtschaftlich fragwürdige Lösungen vor, die auch in der Erweiterung eines zweiten Bauabschnittes keine Besserung versprechen.